Kleintierpraxis am Großen Garten

Fachtierärztin Dr. med. vet. Kathrin von Jagemann

Zecken

Zecken gehören zu den Spinnentieren. Die Entwicklung der Zecken erfolgt vom Ei über Larven- und Nymphenstadien. Larven haben drei Beinpaare, Nymphen und Adulte vier. Jedes Stadium saugt nur einmal Blut, danach wird der Wirt gewechselt.

Zecken werden aktiv, wenn die Bodentemperatur auf 5 bis 7 °C ansteigt. Da sie sich optimal bei Temperaturen zwischen 17 – 20 °C oder einer relativen Luftfeuchtigkeit von 80 – 95 % entwickeln, kommt es meist im Frühjahr und im Herbst zu den Höhepunkten der Zeckenplage.

Sobald die Temperaturen über 7 Grad Celsius steigen, verlassen Zecken ihr winterliches Versteck, suchen sich den nächsten Wirt und können mit einem Stich Krankheiten übertragen.

In Deutschland ist die Borreliose die häufigste durch Zecken übertragene Infektionskrankheit bei Mensch und Hund. Daneben übertragen Zecken auch weitere Krankheiten wie Babesiose, Ehrlichiose und Anaplasmose.

  • Vermeidung von Zeckengebieten (Unterholz, Auwälder)
  • Absuchen des Tieres nach jedem Spaziergang und Absammeln der wandernden Zecken. (Zecken benötigen bis zu 2 Stunden, um sich den richtigen Platz für den Saugakt zu suchen.)
  • Zecken die sich bereits angesaugt haben, werden mit einer Pinzette oder Zeckenzange heraus gezogen oder gedreht
  • Verwendung von Präparaten gegen Zecken. Lassen Sie sich beraten welches Mittel für Ihr Tier das Beste ist. Es stehen mittlerweile eine Vielzahl von Präparaten zur Verfügung. Wichtig erscheint in diesem Zusammenhang, dass das Mittel nicht nur eine zeckenabtötende Wirkung hat sondern auch eine sogenannte repellierende Wirkung besitzt. Dies bedeutet, dass die Zecke durch Geruchsstoffe davon abgehalten wird, den Wirt zu befallen

Wichtig ist, die genauen Herstellerangaben zum Gebrauch zu lesen. Eine falsche Benutzung führt oft zur Unwirksamkeit des Präparates.

Achtung: einige Zeckenmittel, die bei Hunden angewendet werden, sind für Katzen unverträglich

Lesen Sie weitere Informationen über Zecken und deren Krankeitserreger in dieser PDF-Datei.