Kleintierpraxis am Großen Garten

Fachtierärztin Dr. med. vet. Kathrin von Jagemann

Flöhe

Flöhe sind die häufigsten Lästlinge bei Hunden und Katzen. Es gibt verschiedene Arten dieser Insekten z.B. den Hunde-, Katzen-, Kaninchen-, Igel-, Hühner- und Menschenfloh.
Bei ihrer Blutmahlzeit sind die Flöhe meist nicht sehr wählerisch sind, sodass auch der Mensch durchaus einmal zu ihrem Opfer werden kann. 

Ein Flohweibchen produziert mindestens 50 Eier an einem Tag. So stellen die Floheier etwa 50% der Flohpopulation dar. Die Entwicklung der Flöhe ist abhängig von der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit in der Umgebung. Es kann bis zu 360 Tage dauern bis aus einem Ei eine Larve schlüpft.  

Auch in den Wintermonaten verschwinden die Flöhe nicht, in unseren beheizten Wohnungen und Häusern haben sie gute Bedingungen, um wohlbehalten über den Winter zu kommen.  

Für jeden Floh, den Sie auf Ihrem Tier entdecken können, befinden sich 99 in Ihrer Wohnung!


Flöhe übertragen unter anderem den Gurkenkernbandwurm. Hunde und Katzen nehmen infizierte Flöhe bei ihrer täglichen Fellreinigung auf und die im Floh enthaltenen Jungstadien entwickeln sich im Darm zu erwachsenen Bandwürmern.

Es sollte deshalb neben der Flohbekämpfung unbedingt eine Entwurmung von Hund oder Katze durchgeführt werden!  Im ungünstigen Fall kann der Flohspeichel auch zu einer Allergie führen, die mit extremem Juckreiz und einer Entzündung der Haut einhergehen kann. Zum Auslösen einer Flohallergie reicht bei empfindlichen Hunden bereits ein einziger Flohstich, da es durch den Flohspeichel zu einer Reaktion mit dem Kollagen in der Haut kommt.